joie de vivre – 5 Tipps für mehr Lebensfreude

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Ist es nicht wunderbar, dass gleich zwei Sprachen den Begriff “Lebensfreude” mit “joie de vivre” übersetzen? Es klingt nach Freiheit, nach Genuss und natürlich nach Lebensfreude – so auch die wörtliche Übersetzung.
Wie sollte es auch anders sein, kommt der Begriff ursprünglich aus dem Französischen und wird “ʒwa də vivʁ” ausgesprochen, aber auch im Englischen sind diese drei kleinen Wörter die offizielle Übersetzung für Lebensfreude.

Was bedeutet Lebensfreude eigentlich?

Lebensfreude ist natürlich ein großes Feld und für jeden auch etwas anderes. Ich nehme das französische joie de vivre aber einfach mal als Anlass, ein bisschen mehr Leichtigkeit und Genuss in meine Liste zu bringen… Ein bisschen Inspiration für mehr Lebensfreude im Alltag kann doch sowieso nie schaden oder?

  1. Beginne den Morgen so, wie es dir guttut.
    Vorbei sind die Zeiten von “morning routines” und sklavisch diktierten Wohlfühl-Regeln… Jeder Morgen ist anders und wäre es nicht langweilig, den Tag immer gleich zu starten? Also vergiss das Zitronenwasser und den Frühsport – Pardon, heutzutage ist das natürlich das Yoga – und genieße doch einfach mal ein buttriges Croissant im Bett. Über die Krümel kannst du dich später ärgern… Oder du nimmst es zum Anlass und fischst jeden Einzelnen mit einer passenden Yogaposition aus dem Bett. Das verschmähte Zitronenwasser kannst du übrigens sicher auch gut zur Entfernung der kleinen Butter-Fett-Flecken verwenden.
  2. 1x am Tag etwas “sein lassen”.
    Disziplin ist schön und gut. Es gibt aber etwas, was noch viel schöner ist: Alle fünfe grade sein zu lassen… [Anmerkung der Redaktion: Unglaublich, aber wahr: Es gibt im deutschen Wortschatz kein Gegenteil von “Disziplin”] Das nächste Mal, wenn du also unbedingt noch heute die Aufgabe für den Kollegen fertig machen müsstest oder unbedingt noch die Küche aufräumen solltest: Lass es doch einfach sein.
  3. Belohne dich.
    Es gibt doch immer einen Grund für eine kleine Belohnung… Denke dir was Schönes aus, zum Beispiel: “Wie du heute das Croissant im Bett gegessen und fast nicht gekrümelt hast, ist atemberaubend!” und belohne dich für diese Glanzleistung. Dabei muss die Belohnung nicht materiell sein, es kann auch ganz anderes sein. Hauptsache es macht dir Freude.
  4. Schaffe etwas.
    Damit dein Tag vor lauter Freude und Disziplinlosigkeit nicht zu langweilig wird, kommt jetzt noch eine richtige Aufgabe… Du solltest heute etwas erledigen, etwas schaffen und/oder erschaffen. Denn etwas zu erreichen, macht den kleinen Arbeiter in dir eben auch glücklich. Ob es nun ein köstlicher Kuchen ist, den du gebacken hast oder das absolvierte Meeting, Hauptsache du fühlst dich danach besser.
  5. Genieße deinen Feierabend.
    Nach diesem erfolgreichen und genussvollen Tag sollte ein gebührender Abschluss folgen! Der Abend ist für dich, deine Liebsten und den Genuss da… Du könntest dich auf einen kleinen Apéro [geselliges Beisammensein bei kühlen Getränken und kleinen Snacks vor dem Abendessen] treffen und anschließend ein einfaches, aber köstliches Essen zaubern. Oder du legst dich auf die Couch und tauchst in dein persönliches Entspannungsprogramm ab. Jeder Tag hat ein schönes Ende verdient.

Lebensfreude: Erlaubt ist, was dir gefällt!

Ich bin mir sicher, du verstehst das Augenzwinkern in meiner Liste? Aber ich meine es trotzdem auch ganz seriös und ernst: Wir werden tagtäglich mit viel zu vielen Tipps und gutgemeinten Ratschlägen überhäuft.

Die sozialen Medien und ein Großteil des Internets scheinen jeden Tag aufs Neue ganz genau zu wissen, was mir guttut. Oder zumindest was richtig gesund wäre. Oder mich wenigstens zu einem besseren Menschen machen könnte.

Dabei hat jeder Mensch ganz indviduelle Bedürfnisse. Und auch wenn das Croissant im Bett nicht so gesund ist, wie die gehypte Acai Bowl nach dem Joggen: Fühle in dich hinein und vergiss’ die vielen Vorbilder mit denen du tagtäglich in den Medien konfrontiert bist.

Du liebst dein morgendliches Yoga und trinkst dein Wasser am liebsten mit einem Schuss Zitrone? Wunderbar! Denn dies soll kein Plädoyer für ein ungesundes, disziplinloses Leben sein.

Tu’ dir doch einfach mal gut…

Oft führen Disziplin, Selbstoptimierung oder ein Streben nach [setze hier Wort ein] zu einem relativ durchgetakteten, vielleicht sogar gleichtönigem Leben.
Doch ein kleines Fünkchen “laissez faire”, um beim Französischen zu bleiben, tut bisweilen auch mal gut.

Nicht immer mit Croissant im Bett und wartendem Kollegen…
Aber man kann doch auch mal träumen…

Das wunderschöne Foto ist von www.impreasso.de

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