Wieso eine kleine Wohnung keine Notlösung für den schmalen Geldbeutel ist – sondern sogar ganz im Gegenteil ein großer Luxus sein kann: 

Vergiss' die Villa! 5 Gründe für kleinen Wohnraum

 

Man kann sagen, dass ich mittlerweile “erwachsen” bin. Früher zumindest, als Kind, war für mich die 30 die magische Zahl. Mit 30 ist man erwachsen, geht arbeiten, hat Kinder und lebt so vor sich in. Mit 30 wohnt man dann auch schon in der Immobilie, die man nie mehr verlassen wird. Eben so wie die eigenen Eltern und deren Freunde. 

Schaffe, schaffe – Häusle baue!

Aber wie das oft so mit der “Kinderdenke” ist – man ist weder mit 50 eine  tattrige Omi/Opi im Schaukelstuhl, noch muss man mit 30 schon “angekommen sein”.
Dabei meine ich das absolut positiv, denn es hat auch etwas Schönes, wenn man noch viele wichtige Etappen des Lebens vor sich hat…

Aufatmen – man muss mit 30 noch nicht am Ziel sein!

Also aufatmen: Man muss mit 30 noch keineswegs seine Bude für Lebzeiten haben – und hat somit auch genug Zeit darüber nachzudenken, wo und wie man eigentlich wohnen will.
Mittlerweile gibt es so einige, neue Konzepte und nicht jeder träumt mehr von dem großen Haus mit Garten auf der grünen Wiese.
Trotzdem scheint noch die Mehrheit der “frisch erwachsenen” nach solchen Träumen zu streben. Mehr Geld verdienen oder sparen – man will sich schließlich im Leben vergrößern.

Das Schöne an viel Wohnraum

Wohnt man in einem großen Haus oder Wohnung hat man viel Platz. Platz der gefüllt werden kann und muss. Vielleicht sogar einen begehbaren Kleiderschrank – Grund genug noch ein paar mehr Teile zu shoppen. 
Mit viel Platz kann man sich immer aus dem Weg gehen. Jeder hat seine Rückzugsbereiche und kann sich im eigenen Zimmer verwirklichen. Der Mann träumt vom Hobbykeller? Kein Problem, die Frau hat ja schließlich ihr eigenes Nähzimmer. 

Träumst du auch schon davon?

Während ich diese Zeilen tippe, bin ich hin- und hergerissen… Natürlich wäre ein verwunschener Garten schon nicht schlecht… Und ein eigenes Zimmer, nur für mich – ich wüsste sofort, wie ich es einrichten würde.
Aber ich muss auch sagen, dass ich nichts davon wirklich vermisse.
Was will ich mit einem Ankleidezimmer, wenn ich doch gerade dabei bin, etwas minimalistischer einzukaufen… Und ein Hobbyzimmer ist für mich ebenfalls ein Luxus, von dem ich persönlich noch nie geträumt habe…

Dies sind natürlich nur meine persönlichen Präferenzen, aber ich habe auch ein wenig recherchiert und überlegt.
Hier kommen nun:

Fünf wirklich gute Gründe für kleinen Wohnraum

DU SPARST AN ALLEN ENDEN

Nicht nur, dass du weniger Miete/Kreditraten zahlen musst, wenn du kleiner lebst. Du hast auch weniger Kosten für Strom und Heizung. Selbst die Steuern sind bei kleinen Immobilien natürlich auch viel billiger.

DU hast mehr freizeit

Ganz klar: Wenn du ein großes Zuhause hast, brauchst du viel mehr Zeit zum putzen. Auch ein Garten macht viel Arbeit und braucht Pflege. Es können mehr Dinge kaputt gehen, die repariert werden müssen.

Was du besseres mit deinem Geld machen kannst:

Du könntest das Geld sparen und davon viel mehr Urlaube machen. Du kannst aber auch im Alltag großzügiger sein. Statt in der riesen Luxusküche selbst zu brutzeln, kannst du ausgehen und dich kulinarisch verwöhnen lassen... So fällt die garantiert nicht die Decke auf den Kopf.

Was du besseres mit deiner zeit anfangen kannst::

Der Haushalt in einer kleinen Wohnung ist schnell gemacht. Die restliche Zeit kannst du dazu nutzen in der Hängematte zu liegen und ein Buch zu lesen. Oder du gehst raus und genießt deine Umgebung, statt stundenlang in deiner riesigen Bude mit Wollmäusen zu kämpfen.

Weniger Sorgen

Ein großes Zuhause muss ja auch gefüllt werden. Viel Besitz um sich zu haben, kann zwar schön sein, ist aber oft auch belastend. Du kannst dich nicht davon trennen oder hast sogar Angst vor Einbrüchen…

DU wirst kreativer

Sich schön einzurichten, ist in einem großzügigen Loft natürlich viel einfacher, als in einer kleinen, verwinkelten Altbauwohnung. Dafür kannst du hier mit ein wenig Kreativität tolle Lösungen für einen einmalig gemütlichen und ganz individuellen Wohnraum umsetzen.

wieso sorgen sich nicht lohnen:

Hast du die Alarmanlage angeschaltet und die Fenster verbarrikadiert? So geht es Menschen, die Angst um ihren Besitz haben. Einfacher ist es, die wirklich wertvollen Dinge in den Banksafe zu legen, der Rest ist austauschbar oder noch besser: Wird erst gar nicht angesammelt.

dein persönliches zuhause

Lieber ein paar wenige, ausgesuchte Möbel, die überallhin mit umziehen und überall reinpassen. Brauchst du ein Wohnzimmer oder lieber ein zweites Schlafzimmer? Kreiere dein Wohlfühl-Zuhause - frei von Regeln.

 

 

 

Freiheit

Dieses kleine Wort beinhaltet eigentlich schon alles: 
Umso kleiner der Wohnraum, desto größer die Möglichkeiten! 

 

 

 

Weißt du was ich meine?

Es gibt so schöne Dinge, die du mit dir, deiner Zeit und deinem Leben anfangen kannst. Also gräme dich nicht, selbst wenn es dein größter Traum ist, mal in einem großen Haus zu wohnen. Freunde dich mit deiner kleinen Bude an, sie hat so viele Vorteile! 

geht’s noch kleiner?

Dann schau doch mal beim Interview mit Ness vorbei: Sie lebt auf ca. 20qm in einem sogenannten Tiny House. Auch dies ist mit kreativen Lösungen und Kreativität gar nicht so klein, wie es sich anhört. Was dies mit Freiheit und Nachhaltigkeit zu tun hat, erzählt sie uns ebenso wie ihren Weg zum kleinen Häuschen.  Hier geht’s zu Ness und ihrem Hausi

Photo von Sylive Tittel auf Unsplash

Hat dir der Artikel gefallen? Oder hast du Feedback für unsere Autorin/Autor? Wir freuen uns auf Post von dir an: post@monzenzine.de